Sicherer Betrieb

23.12.2025

Sicherer Betrieb
Sicherer Betrieb
© adobestock/Martin

Gasgeräte und Kaminöfen

Bei allen Geräten, die mit Verbrennung arbeiten, entsteht Kohlenmonoxid (CO). Dieses Gas ist unsichtbar und geruchlos und kann sich in Räumen ansammeln, wenn Abzüge blockiert sind, zu wenig Frischluft vorhanden ist oder technische Defekte auftreten. Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel können erste Warnsignale sein, werden aber oft nicht sofort erkannt. Deshalb gilt ein CO-Warnmelder als wichtige zusätzliche Sicherheitsmaßnahme. Er schlägt frühzeitig Alarm und kann im Ernstfall Leben retten. 

Auch wenn ein CO-Melder gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, kann sein Fehlen für Versicherungen eine Rolle spielen. Viele Versicherer prüfen im Schadensfall, ob zumutbare Schutzmaßnahmen getroffen wurden. Wäre ein Schaden durch einen CO-Warner oder eine regelmäßige Wartung vermutlich vermeidbar gewesen, kann dies zu Kürzungen bei der Erstattung führen. Ein geprüfter Melder schützt nicht nur die Bewohner, sondern beugt auch möglichen Konflikten mit der Versicherung vor. 

Kaminöfen benötigen im Winter besondere Aufmerksamkeit. Eine saubere und vollständige Verbrennung gelingt nur mit trockenem Holz und ausreichender Luftzufuhr. Wird der Kamin zu stark gefüllt oder die Luftzufuhr zu früh gedrosselt, kann mehr Kohlenmonoxid entstehen. Auch verstopfte oder verschmutzte Abgaswege führen dazu, dass Rauchgase nicht richtig abziehen. In modernen, gut gedämmten Häusern kann zudem Unterdruck entstehen, zum Beispiel wenn gleichzeitig eine Dunstabzugshaube läuft. In solchen Fällen ziehen Abgase leichter in den Wohnraum zurück. 

Regelmäßiges Lüften und eine fachgerechte Kontrolle durch den Schornsteinfeger helfen, solche Risiken zu vermeiden. Feuerstätten sollten niemals unbeaufsichtigt betrieben werden. Auf Anzeichen von Rauch, ungewöhnliche Geräusche oder Symptome wie Schwindel sollte sofort reagiert werden. 

Gasthermen und Warmwassergeräte arbeiten besonders zuverlässig, wenn sie gut gewartet werden und ausreichend Frischluft erhalten. Schon kleine Ablagerungen im Gerät oder verengte Abgaswege können die Verbrennung beeinträchtigen. Da im Winter oft weniger gelüftet wird, empfiehlt sich zwischendurch ein kurzer Luftaustausch. So bleibt genügend Sauerstoff für die Verbrennung vorhanden und das Risiko von CO-Bildung sinkt. Räume sollten regelmäßig gelüftet werden, auch wenn es draußen kalt ist, und Heizkörper währenddessen kurz heruntergedreht werden, um Energie zu sparen. Im Fall eines Verdachts auf Kohlenmonoxid, beispielsweise bei auffälligen Symptomen oder ungewöhnlichen Geräuschen am Gerät, ist es wichtig, sofort Fenster zu öffnen, alle Feuerstätten abzuschalten und das Haus zu verlassen. Fachpersonal oder der Notdienst des jeweiligen Energieversorgers sollten dann umgehend informiert werden.