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Feuchte Luft muss raus

28. Nov 2022

Thermo-/Hygrometer

Wenn es darum geht Heizkosten zu sparen, werden viele Menschen kreativ. Der altbewährte Zugluftdackel wird rausgekramt, es werden nur die Räume geheizt, die häufig benutzt werden, die Rollläden bleiben zur Isolierung unten oder dicke Socken und Pullover werden zum Alltag. Das Wohlfühlen im eigenen Zuhause bleibt so aber auf der Strecke.

Dass durch um ein Grad gesenkte Raumtemperatur schon 6 % Energie eingespart werden können, wissen wir bereits. Was aber oft vergessen wird, die gefühlte Temperatur und der Energieverbrauch hängen beide auch stark von der Luftfeuchtigkeit ab.

Damit Sie sich zu Hause wohlfühlen und Ihre Heizung überhaupt effektiv arbeiten kann, muss die feuchte Luft raus. Die Lösung heißt Stoßlüften – ja, auch im Winter! Das oft praktizierte Dauerlüften/Kippen lässt die Mauern auskühlen und Feuchtigkeit kann sich an den kalten Wänden absetzen – hier droht zusätzlich Schimmelgefahr. Kühlen die Räume zu stark aus, wird auch viel Zeit und Energie benötigt, um diese wieder aufzuheizen.

Wie lange die Fenster geöffnet sein sollten, ist natürlich abhängig von der Außentemperatur. Die Luft soll zwar ausgetauscht werden, aber die Räume nicht auskühlen. Im Winter wird demnach viel kürzer gelüftet, als im Sommer (Dezember bis Februar ca. 5 min). Wenn die frische Luft kräftig durch die Räume zieht, dann lüften Sie richtig.

Sprechen wir nun über die Luftfeuchte, hier gelten je Raum und Nutzungsart unterschiedliche Richtwerte. Im Badezimmer ist es immer etwas feuchter, als im Wohnzimmer. Als grobe Faustregel gilt:

  • 40 % – zu wenig (Schleimhäute können austrocknen)
  • 50 % – optimal (bei 20 °C Raumtemperatur)
  • 60 % – zu viel (Schimmelgefahr)

Um die Luftfeuchte im Auge zu behalten, bieten sich (Thermo-)Hygrometer an. Oft zeigen diese auch über ein kleines Symbol wie z. B. ein Smiley an, ob die Luftfeuchtigkeit noch im grünen Bereich liegt.

Während des Lüftens sollte natürlich die Heizung abgedreht werden, sonst wird bares Geld aus dem Fenster geheizt. Aber auch hier gibt es eine bequeme Lösung: programmier­bare Thermostatventile. Mit diesen lassen sich die Heiz­zeiten (z. B. bei Abwesenheit oder während des Lüftens) einfach einstellen. So können die Heiz­kosten nochmal um bis zu 10 % gesenkt werden.

Sowohl Hygrometer als auch Thermostatventile mit Zeitschaltuhr bekommen Sie schon für um die 15 Euro im Baumarkt. Natürlich gibt es hier auch Modelle, die Digital und per App verwendet werden können.


Bestes Raumklima
Heiz-/Lüftverhalten prüfen

Der größte Kostenblock im Haushalt (bis zu zwei Drittel der Energiekosten) ist die Heizung.Frische Luft und angenehme Wärme – durch bewusstes Lüften und Heizen schaffen Sie in Ihren vier Wänden ein gesundes Raumklima für die ganze Familie mit optimaler Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur. Beurteilen Sie Ihr Heiz- und Lüftungsverhalten bewusst und kritisch. Unser Raum-Klima-Check hilft Ihnen dabei, sparsam und gesund durch den Winter zu kommen.

So geht's: Sie erhalten leihweise einen Koffer mit einem Thermo-Hygro-Set. Über sieben Tage erfassen Sie mit unseren Messgeräten die Werte von Luftfeuchte, Raum- und Wandtemperatur in Ihrer Wohnung.

Je feuchter die Luft, desto mehr Energie wird zum Heizen benötigt. Anhand der gesammelten Werte sieht man, wo in Ihrer Wohnung Feuchtigkeit entsteht und somit auch potentielle Schimmelgefahr lauert.

Unser Energieberater Richard Nau erstellt im Anschluss eine detaillierte Auswertung, um mit Ihnen gemeinsam Optimierungen und Lösungen zu finden.

Thermo-Hygro-Set

Heizung korrekt eingestellt?

Treppen, Eingang

(Regler 1)

15 °C

Küche, Schlafzimmer

(Regler 2)

17 - 18 °C

Wohnzimmer, Büro

(Regler 3)

18 - 22 °C

Badezimmer

(Regler 4)

ab 22 °C

Stoßlüften, nicht kippen – 4x/Tag, Heizung dabei ausstellen

bis 0 °C:

2 - 3 Minuten

bis 5 °C:

5 Minuten

bis 10 °C:

5 - 10 Minuten

bis 15 °C:

10 - 15 Minuten

Ansprechpartner

Richard Nau
Zertifizierter Energie- und Umweltberater, Auditor (BAFA)
Energieberatung