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Wasser

Trinkwasser wird in Deutschland als Lebensmittel klassifiziert und unterliegt der deutschen Trinkwasserverordnung. Es muss unter anderem regelmäßig untersucht werden und ist strengeren hygienischen Vorschriften unterworfen als Mineralwasser. Die Stadtwerke Grünstadt achten streng darauf, dass alle zulässigen Grenzwerte eingehalten werden.

Um Ihr Wasch- und Spülmittel optimal zu dosieren, befolgen Sie bitte die Dosieranweisungen der Hersteller für die Härtestufe 3. Auch für Ihren Installateur ist es wichtig, den Härtegrad ihres Wassers zu kennen, damit er Ihre Zentralheizung sowie auch Ihre Wasch- oder Spülmaschine entsprechend einstellen kann

 
Wasseranalyse
Wert des Wassers – Weltwassertag
Preise Privat
Preise Gewerbe

Wasserqualität


Grünstadt

Grenzwert lt. Trinkwasserverordnung

Nitrat

13 mg/l

 50 mg/l

Eisen

< 0,02 mg/l

0,2 mg/l

Calcium

64,4 mg/l

400 mg/l

Magnesium

18,3 mg/l

50 mg/l

Kalium

6,6 mg/l

12 mg/l

Chlorid

23 mg/l

250 mg/l

Sulfat

52 mg/l

240 mg/l

ph-Wert

7,95

6,5 - 9,5 mg/l

Wasserhärte

13,2 °dH


Temperatur

13,5 °C

25 °C

Wert des Wassers – Weltwassertag

Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt und wird seit 2003 von den Vereinten Nationen organisiert. Seit seiner ersten Ausführung hat er, unter anderem, wegen des Klimawandels und der fortschreitenden extensiven Nutzung und Verunreinigung des Grundwassers, erheblich an Bedeutung gewonnen. In diesem Jahr steht der Weltwassertag unter dem Motto „Wert des Wassers“.

Wir haben über den regionalen „Wert des Wasser“ und die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser in Grünstadt und dem Leiningerland mit Timo Thierfelder und Albert Monath von den Stadtwerken Grünstadt gesprochen.

Welchen Stellenwert hat bei uns Trinkwasser?

Die Aufbereitung von Grundwasser, die Trinkwasser- und Abwasserentsorgung sind Kern der kommunalen Daseinsvorsorge. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel. Dementsprechend sind sehr strenge Anforderungen an Qualität und Kontrolle gesetzlich festgelegt. Es wird unter anderem regelmäßig untersucht und ist strengeren hygienischen Vorschriften unterworfen als Mineralwasser.

Wer verbraucht am meisten Trinkwasser?

Reines und für den menschlichen Gebrauch geeignetes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit. Somit ist eine Sensibilisierung und Wertschätzung des Wassers durch die Wasserverbraucher notwendig. In der Pfalz verbraucht die Landwirtschaft am meisten Wasser, es folgt die Energiewirtschaft (Brauchwasser als Kühlwasser), dann Industrie und Gewerbe; am wenigsten Wasser verbrauchen die privaten Haushalte.

Hat sich der Klimawandel auch bei uns auf die Wasserversorgung ausgewirkt?

In unserer Region wird mehr Grund- und Quellwasser entnommen als sich neu bilden kann. Dies hängt zusammen mit speziellen hydrogeologischen Verhältnissen und mit einer vergleichsweise geringen Neubildung des Grundwassers. Wir sind in Deutschland eine der niederschlagsärmsten Regionen.

Der Klimawandel verstärkt diese Problematik. Längere Dürre- und Hitzeperioden erhöhen den Wasserbedarf, sei es in der Landwirtschaft oder in privaten Haushalten. Niederschläge fallen mittlerweile eher als kurzer Starkregen und fließen auf den ausgetrockneten Böden oberflächlich ab in die Vorfluter, Bäche und Flüsse und sind somit teils „wertlos“ für die regionale Neubildung von Grundwasser. Fallen die Niederschläge in den Wintermonaten geringer aus als der Durchschnitt, sind die Probleme für einen eventuellen, darauffolgenden Dürre-Sommer vorprogrammiert. Tendenziell sind sinkende Grundwasserspiegel in den letzten Jahrzehnten in unserer Region zu beobachten. In Dürre- und Hitzeperioden stößt unsere Wasserversorgung an ihre Grenzen.

Nicht nur das Angebot des des Wassers ist zu berücksichtigen, sondern auch die Qualität: Hier haben wir ein spezielles Augenmerk auf die Nitratwerte. Grundsätzlich halten wir alle von der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte ein und liefern bestes Trinkwasser.

Gibt es Untersuchungen, Prognosen und Strategien zur Grundwasserbildung in unserer Region?

In den letzten Jahren wurden diverse Untersuchungen und Studien zur Hydrogeologie in unserer Region durch das Land Rheinland-Pfalz und die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd durchgeführt. Es gibt neue Erkenntnissen, u. a. zur Neubildung des Grundwassers und Prognosen für den zukünftigen Wasserbedarf. Über das Land RLP und die SGD Süd wird der Aufbau eines Grundwassermonitorings betreut und vorangetrieben. Somit kann eine flächendeckenden Beschreibung und Dokumentation der Grundwasserentwicklung erfolgen.

Mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz erfolgt eine Abstimmung hinsichtlich der Thematik „Kooperation mit Landwirten“ in unserem Wassereinzugsbiet. Problematisch für die Wasserversorgung und -qualität ist das Einbringung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln durch die Landwirte. Aktuell läuft auch die Erstellung eines gemeinsamen Konzeptes für die Bewirtschaftung des Grundwassers mit den benachbarten Wasserversorgern VG Leiningerland und VG Freinsheim.

Wie wird die Versorgung mit Wasser durch die Stadtwerke gesteuert?

In unserer Netzleitwarte haben wir den vollständigen Überblick über unsere Wasserförderung, Aufbereitung, Speicherung und Verteilung, auch über die Verteilung an die VG Leiningerland. Durch eine übergeordnete Steuerung und Regelung sind alle wichtigen Steuerungs-Parameter direkt im Blick und unter automatisierter Kontrolle – jeden Tag, rund um die Uhr. Mit 8 Tiefbrunnen bedienen die Stadtwerke Grünstadt und Teile der VG Leiningerland. Aktuell ist ein neuer Tiefbrunnen geplant, der als Ersatz für einen alten Tiefbrunnen dienen wird.

Muss sich bei der Einstellung der Menschen hinsichtlich der Wertschätzung des „Wassers“ etwas ändern?

Eine zuverlässige 24/7-Trinkwasserversorgung, die den sehr strengen technischen und gesetzlichen Vorgaben entspricht, ist keine Selbstverständlichkeit. Die Verbraucher aus allen Bereichen müssen sensibilisiert werden für dieses wertvolle Gut. Nicht nur, aber gerade in Dürre- und Hitzeperioden muss Trinkwasser als direktes Lebensmittel den Vorrang haben: Der Rasen im Garten darf auch mal braun werden, Auto waschen ist sowieso nicht erlaubt, Kinder-Pools und größere Pools müssen nicht täglich entleert und gefüllt werden … Man könnte diese Liste fortführen.

Konflikte zwischen den Wasserverbrauchern Landwirtschaft, Industrie, Gewerbe und privaten Haushalten sollten mit neu zu erstellenden Konzepten vermieden werden. Die Gewohnheit und Selbstverständlichkeit getreu dem Motto „Wenn ich Wasser brauche, kommt`s ja aus dem Hahn“ muss sich grundlegend ändern. Die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung nach aktuellen Standards wird in der Zukunft kein Selbstläufer. Der Wert des Wassers muss von allen Beteiligten, Politik und natürlich auch Verbraucher stärker geschätzt werden und mehr in das Bewusstsein rücken: Wasser ist die Grundlage allen Lebens und ein unverzichtbares Gut.



 

Ab 01.07.2020. Alle Abgaben und Steuern sind in den Angeboten bereits enthalten.


brutto

Verbrauchsgebühr

1,83 €/m³

Grundgebühr Wasserzähler bis 5 m³/h

37,80 €/Jahr

Grundgebühr bis 10 m³/h

81,90 €/Jahr

Grundgebühr bis 20 m³/h

94,50 €/Jahr

Grundgebühr bis 30 m³/h

113,40 €/Jahr

Grundgebühr für Woltmannzähler von 50 bis 100 mm

340,20 €/Jahr

Grundgebühr Verbundzähler von 50 bis 80 mm

441,00 €/Jahr

Grundgebühr Verbundzähler von 100 bis 200 mm

882,00 €/Jahr

Ab 01.07.2020. Alle Abgaben und Steuern sind in den Angeboten bereits enthalten.


brutto

Verbrauchsgebühr

1,83 €/m³

Grundgebühr Wasserzähler bis 5 m³/h

37,80 €/Jahr

Grundgebühr bis 10 m³/h

81,90 €/Jahr

Grundgebühr bis 20 m³/h

94,50 €/Jahr

Grundgebühr bis 30 m³/h

113,40 €/Jahr

Grundgebühr für Woltmannzähler von 50 bis 100 mm

340,20 €/Jahr

Grundgebühr Verbundzähler von 50 bis 80 mm

441,00 €/Jahr

Grundgebühr Verbundzähler von 100 bis 200 mm

882,00 €/Jahr

Standrohrmiete (altern. zur Grundgebühr)

einmalig 35,70 €
+ 2,38 €/Tag

Wasser

Thierfelder, Timo

Technik - Abteilungsleiter Gas/Wasser/Wärme

 
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