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ZÄHLERSTÄNDE

Wasser

Trinkwasser wird in Deutschland als Lebensmittel klassifiziert und unterliegt der deutschen Trinkwasserverordnung. Es muss unter anderem regelmäßig untersucht werden und ist strengeren hygienischen Vorschriften unterworfen als Mineralwasser. Wir achten streng darauf, dass alle zulässigen Grenzwerte eingehalten werden.

Um Ihr Wasch- und Spülmittel optimal zu dosieren, befolgen Sie bitte die Dosieranweisungen der Hersteller für die Härtestufe mittel Auch für Ihren Installateur ist es wichtig, den Härtegrad ihres Wassers zu kennen, damit er Ihre Zentralheizung sowie auch Ihre Wasch- oder Spülmaschine entsprechend einstellen kann


Wasserpreise
Wasseranalyse
Zähler Gartenwasser

Alle Abgaben und Steuern sind in den Angeboten bereits enthalten.


Ab 01.01.2023



brutto

Verbrauchsgebühr

2,16

€/m³

Grundgebühr Wasserzähler bis 5 m³/h

38,52

€/Jahr

Grundgebühr bis 10 m³/h

83,46

€/Jahr

Grundgebühr bis 20 m³/h

96,30

€/Jahr

Grundgebühr bis 30 m³/h

115,56

€/Jahr

Grundgebühr für Woltmannzähler von 50 bis 100 mm

346,68

€/Jahr

Grundgebühr Verbundzähler von 50 bis 80 mm

449,40

€/Jahr

Grundgebühr Verbundzähler von 100 bis 200 mm

898,80

€/Jahr

Standrohrmiete (altern. zur Grundgebühr)

35,70

€/einmalig + 2,38 €/Tag

Unserem Wasser werden keine Chemikalien zugesetzt – weder Chlor, noch Fluor.

Untersuchung Parameter Gruppe A (TrinkwV)

Chemische Parameter

Parameter

Prüfergebnis Grünstadt

Grenzwert lt. TrinkwV

Einheit

Temperatur bei PN

15,0


 C°

Geruch qualitativ bei PN

ohne



Färbung (SAK Hg 436 nm)

< 0,1

0,50

m-1

Trübung bei PN

0,19

1,0

NTU

Geschmack qualitativ bei PN

ohne



pH-Wert bei PN

8,14

6,5 - 9,5


Messtemperatur pH-Wert

15,0


 C°

Elektrische Leitfähigkeit (bei 25°C) bei PN

507

2790

μS/cm

Mikrobiologische Untersuchung

Parameter

Prüfergebnis Grünstadt

Grenzwert lt. TrinkwV

Einheit

Koloniezahl bei 22 °C

0

100

KBE/ ml

Koloniezahl bei 36 °C

1

100

KBE/ ml

Coliforme Bakterien

0

0

MPN/100 ml

Enterokokken

0

0

MPN/100 ml

Clostridium perfringens

0

0

MPN/100 ml

Pseudomonas aeruginosa

0

0

MPN/100 ml

Untersuchung Parameter Gruppe B (TrinkwV)

Anlage 2 Teil I TrinkwV

Parameter

Prüfergebnis Grünstadt

Grenzwert lt. TrinkwV

Einheit

Acrylamid

< 0,05

0,10

μg/l

Benzol

< 0,1

1,0

μg/l

Bor

0,03

1,0

mg/l

Bromat

< 0,0025

0,010

mg/l

Chrom gesamt

< 0,0005

0,050

mg/l

Cyanid gesamt

< 0,005

0,050

mg/l

Fluorid

0,11

1,5

mg/l

Nitrat

12

50

mg/l

Summe Nitrat/50 und Nitrit/3

0,24

1

mg/l

Quecksilber

< 0,0001

0,0010

mg/l

Selen

0,001

0,010

mg/l

Uran

0,0036

0,010

mg/l

Anlage 2 Teil II TrinkwV

Parameter

Prüfergebnis Grünstadt

Grenzwert lt. TrinkwV

Einheit

Antimon

< 0,001

0,0050

mg/l

Arsen

0,0018

0,010

mg/l

Blei

< 0,001

0,010

mg/l

Cadmium

< 0,0001

0,0030

mg/l

Kupfer

< 0,001

2,0

mg/l

Nickel

< 0,001

0,020

mg/l

Nitrit

< 0,005

0,50

mg/l

Epichlorhydrin

< 0,10

0,10

mg/l

Vinylchlorid

< 0,2

0,50

mg/l

Parameter

Prüfergebnis Grünstadt

Grenzwert lt. TrinkwV

Einheit

Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) Summe

< 0,008

0,10

μg/l

Trihalogenmethane (THM) Summe

< 2,0

50

μg/l

Anlage 2 Teil III TrinkwV

Parameter

Prüfergebnis Grünstadt

Grenzwert lt. TrinkwV

Einheit

Temperatur bei PN

15,0


°C

pH-Wert bei PN

8,14

6,5 - 9,5


Messtemperatur pH-Wert

15,0


°C

Elektrische Leitfähigkeit (bei 25 °C) bei PN

507

2790

μS/cm

Sauerstoff bei PN

10,0


mg/l

Hydrogenkarbonat

231


mg/l

Calcitlösekapazität

- 16,5

5

mg/l CaCO3

pH-Wert nach CaCO3 Sättigung

7,63



Härtebereich

mittel



Gesamthärte

2,08


mmol/l

Gesamthärte

11,7


°dH

Carbonathärte

10,6


°dH

Natrium

14

200

mg/l

Kalium

7,9


mg/l

Calcium

52


mg/l

Magnesium

19


mg/l

Aluminium

< 0,005

0,200

mg/l

Mangan

0,006

0,200

mg/l

Eisen

< 0,005

0,050

mg/l

Ammonium

< 0,05

0,50

mg/l

Chlorid

19

250

mg/l

Sulfat

31

250

mg/l

Phosphor gesamt als P

0,08


mg/l

Phosphor gesamt als PO4

0,25


mg/l

TOC (gesamter organischer Kohlenstoff)

< 0,5


mg/l

Permanganat-Index

< 0,5

5,0

mg/l O2

Die Entgeltsatzung des Abwasserwerkes


Basis für Abrechung über Abwasser ist die vom Stadtrat beschlossene Entgeltsatzung Abwasserbeseitigung der Stadt Grünstadt vom 02.01.1996. Gemäß dieser Satzung werden für die Berechnung der Abwassermenge von der über den Wasserzähler gemessenen Frischwassermenge zehn Prozent abgezogen. Hintergrund ist die Annahme, dass ein etwa so hoher Anteil des Frischwassers nicht als Abwasser wieder eingeleitet wird.

Sollte dieser Anteil höher sein, so könnte sich der Einbau eines Gartenwasserzählers lohnen. Die mittels des Gartenwasserzählers ermittelte Menge wird abgezogen - sofern sie die erwähnten zehn Prozent überschreitet - und so werden für Sie die Abwasserkosten gesenkt! Da dieser Gartenwasserzähler aber von Ihnen erworben werden muss und Sie auch für den Einbau sorgen müssen, muss die Wirtschaftlichkeit einer solchen Maßnahme geprüft werden.

Das Eichrecht

In der Entgeltsatzung wird gefordert, dass Gartenwasserzähler „den Bestimmungen des Eichgesetzes entsprechen“ müssen. Dies ist keine bürokratische Willkür. Auch für die Zähler der Stadtwerke gilt dasselbe. Das Eichrecht gewährleistet eine faire und korrekte Abrechnung von Strom, Gas und Wasser - und von Abwasser. Bei einer Überprüfung unserer Daten bezüglich der Gartenwasserzähler stellten wir fest, dass bei einem Großteil der betreffenden Kunden die genannten Zähler nicht mehr in der Eichfrist liegen und wir diese Zähler bei der Rechnungsstellung nicht berücksichtigen können. Daher ging das obengenannte Schreiben an diese Kunden.

Wert des Wassers

Weltwassertag
Stellenwert
Verbrauch
Klimawandel
Region
Versorgung
Wertschätzung

Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt und wird seit 2003 von den Vereinten Nationen organisiert. Seit seiner ersten Ausführung hat er, unter anderem, wegen des Klimawandels und der fortschreitenden extensiven Nutzung und Verunreinigung des Grundwassers, erheblich an Bedeutung gewonnen. In diesem Jahr steht der Weltwassertag unter dem Motto „Wert des Wassers“.

Wir haben über den regionalen „Wert des Wasser“ und die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser in Grünstadt und dem Leiningerland mit Timo Thierfelder und Albert Monath von den Stadtwerken Grünstadt gesprochen.

Die Aufbereitung von Grundwasser, die Trinkwasser- und Abwasserentsorgung sind Kern der kommunalen Daseinsvorsorge. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel. Dementsprechend sind sehr strenge Anforderungen an Qualität und Kontrolle gesetzlich festgelegt. Es wird unter anderem regelmäßig untersucht und ist strengeren hygienischen Vorschriften unterworfen als Mineralwasser.

Reines und für den menschlichen Gebrauch geeignetes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit. Somit ist eine Sensibilisierung und Wertschätzung des Wassers durch die Wasserverbraucher notwendig. In der Pfalz verbraucht die Landwirtschaft am meisten Wasser, es folgt die Energiewirtschaft (Brauchwasser als Kühlwasser), dann Industrie und Gewerbe; am wenigsten Wasser verbrauchen die privaten Haushalte.

In unserer Region wird mehr Grund- und Quellwasser entnommen als sich neu bilden kann. Dies hängt zusammen mit speziellen hydrogeologischen Verhältnissen und mit einer vergleichsweise geringen Neubildung des Grundwassers. Wir sind in Deutschland eine der niederschlagsärmsten Regionen.

Der Klimawandel verstärkt diese Problematik. Längere Dürre- und Hitzeperioden erhöhen den Wasserbedarf, sei es in der Landwirtschaft oder in privaten Haushalten. Niederschläge fallen mittlerweile eher als kurzer Starkregen und fließen auf den ausgetrockneten Böden oberflächlich ab in die Vorfluter, Bäche und Flüsse und sind somit teils „wertlos“ für die regionale Neubildung von Grundwasser. Fallen die Niederschläge in den Wintermonaten geringer aus als der Durchschnitt, sind die Probleme für einen eventuellen, darauffolgenden Dürre-Sommer vorprogrammiert. Tendenziell sind sinkende Grundwasserspiegel in den letzten Jahrzehnten in unserer Region zu beobachten. In Dürre- und Hitzeperioden stößt unsere Wasserversorgung an ihre Grenzen.

Nicht nur das Angebot des des Wassers ist zu berücksichtigen, sondern auch die Qualität: Hier haben wir ein spezielles Augenmerk auf die Nitratwerte. Grundsätzlich halten wir alle von der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte ein und liefern bestes Trinkwasser.

In den letzten Jahren wurden diverse Untersuchungen und Studien zur Hydrogeologie in unserer Region durch das Land Rheinland-Pfalz und die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd durchgeführt. Es gibt neue Erkenntnissen, u. a. zur Neubildung des Grundwassers und Prognosen für den zukünftigen Wasserbedarf. Über das Land RLP und die SGD Süd wird der Aufbau eines Grundwassermonitorings betreut und vorangetrieben. Somit kann eine flächendeckenden Beschreibung und Dokumentation der Grundwasserentwicklung erfolgen.

Mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz erfolgt eine Abstimmung hinsichtlich der Thematik „Kooperation mit Landwirten“ in unserem Wassereinzugsbiet. Problematisch für die Wasserversorgung und -qualität ist das Einbringung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln durch die Landwirte. Aktuell läuft auch die Erstellung eines gemeinsamen Konzeptes für die Bewirtschaftung des Grundwassers mit den benachbarten Wasserversorgern VG Leiningerland und VG Freinsheim.

In unserer Netzleitwarte haben wir den vollständigen Überblick über unsere Wasserförderung, Aufbereitung, Speicherung und Verteilung, auch über die Verteilung an die VG Leiningerland. Durch eine übergeordnete Steuerung und Regelung sind alle wichtigen Steuerungs-Parameter direkt im Blick und unter automatisierter Kontrolle – jeden Tag, rund um die Uhr. Mit 8 Tiefbrunnen bedienen die Stadtwerke Grünstadt und Teile der VG Leiningerland. Aktuell ist ein neuer Tiefbrunnen geplant, der als Ersatz für einen alten Tiefbrunnen dienen wird.

Eine zuverlässige 24/7-Trinkwasserversorgung, die den sehr strengen technischen und gesetzlichen Vorgaben entspricht, ist keine Selbstverständlichkeit. Die Verbraucher aus allen Bereichen müssen sensibilisiert werden für dieses wertvolle Gut. Nicht nur, aber gerade in Dürre- und Hitzeperioden muss Trinkwasser als direktes Lebensmittel den Vorrang haben: Der Rasen im Garten darf auch mal braun werden, Auto waschen ist sowieso nicht erlaubt, Kinder-Pools und größere Pools müssen nicht täglich entleert und gefüllt werden … Man könnte diese Liste fortführen.

Konflikte zwischen den Wasserverbrauchern Landwirtschaft, Industrie, Gewerbe und privaten Haushalten sollten mit neu zu erstellenden Konzepten vermieden werden. Die Gewohnheit und Selbstverständlichkeit getreu dem Motto „Wenn ich Wasser brauche, kommt`s ja aus dem Hahn“ muss sich grundlegend ändern. Die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung nach aktuellen Standards wird in der Zukunft kein Selbstläufer. Der Wert des Wassers muss von allen Beteiligten, Politik und natürlich auch Verbraucher stärker geschätzt werden und mehr in das Bewusstsein rücken: Wasser ist die Grundlage allen Lebens und ein unverzichtbares Gut.

Sie haben Fragen oder benötigen eine Information zu weiteren Werten? Ich bin gerne für Sie da

Timo Thierfelder
Abteilungsleiter Gas/Wasser/Wärme
Technik